Weintransport und Getränke aus Frankreich, Italien, Spanien und Portugal
Wein und andere alkoholische Getränke sind verbrauchsteuerpflichtige Waren. Zwischen EU-Staaten begleitet sie deshalb ein elektronisches Dokument im System EMCS – entweder das e-VD im Steueraussetzungsverfahren oder ein vereinfachtes Dokument bei bereits versteuerter Ware. Das Dokument erstellt der Absender, den Empfang bestätigt der Empfänger. Wir stellen das passende Fahrzeug, im Sommer temperaturgeführt, und sagen Ihnen, was vor der Verladung bereitliegen muss.
Warum Wein eine besondere Ware ist
Wein, Bier und Spirituosen gehören in der EU zu den verbrauchsteuerpflichtigen Waren. Die Steuer fällt in dem Staat an, in dem die Ware in den steuerrechtlich freien Verkehr gelangt, und beim Transport zwischen Staaten muss ein elektronisches Dokument im System EMCS die Sendung begleiten. Alkoholfreie Getränke wie Mineralwasser und Säfte reisen dagegen als normale Ware nur mit Rechnung und CMR-Frachtbrief.
Welche Dokumente braucht Wein?
| Situation | Dokument | Zuständig |
|---|---|---|
| Wein noch unversteuert (Steueraussetzung) | elektronisches Verwaltungsdokument e-VD im EMCS | erstellt der Steuerlagerinhaber oder registrierte Versender; Empfang bestätigt der Steuerlagerinhaber oder registrierte Empfänger |
| Wein im Versandstaat bereits versteuert, Lieferung für gewerbliche Zwecke | vereinfachtes elektronisches Begleitdokument (e-vVD) im EMCS | zertifizierter Versender und zertifizierter Empfänger; Steuer im Bestimmungsstaat |
In beiden Fällen gilt: Das Dokument muss vorliegen, bevor das Fahrzeug abfährt. Die Sendung erhält einen Referenzcode (ARC), den der Fahrer mitführt und den wir auch dem Empfänger mitteilen. Nach der Entladung bestätigt der Empfänger den Eingang im System, damit ist der Vorgang abgeschlossen. Weder Spedition noch Frachtführer erstellen die Verbrauchsteuerdokumente – das ist Sache von Absender und Empfänger. Bei Spirituosen hat der Empfänger in Tschechien zusätzlich Pflichten zur Kennzeichnung mit Steuerbanderolen.
Wenn Sie unsicher sind, welches Verfahren für Ihre Lieferung gilt, klären Sie das mit Ihrem Lieferanten und der zuständigen Zollstelle für Verbrauchsteuern. Wir sagen Ihnen gern, was wir für die Verladung genau wissen müssen.
Temperatur: Hitze und Frost schaden dem Wein

Im Sommer werden in einem normalen Planenauflieger in Südeuropa leicht Temperaturen erreicht, die Wein dauerhaft schädigen. Im Winter droht auf der Strecke über die Alpen oder durch Mitteleuropa Frost, der Korken herausdrücken oder Flaschen sprengen kann. Für hochwertigen Wein empfehlen wir daher im Sommer wie im Winter ein Fahrzeug mit Kühl- und Heizaggregat, eingestellt nach Vorgabe des Absenders. Die Temperatur tragen wir in Auftrag und CMR ein.
So kommt Wein heil an
- Kartons mit Gefachen – Flaschen dürfen sich nicht berühren.
- Stabile Palette – Kartons in gleichmäßigen Lagen, gestretcht, mit Kantenschutz.
- Nicht stapeln – Flaschenpaletten nicht übereinander stellen, sofern sie nicht dafür ausgelegt sind.
- Gewicht pro Palette – Getränke sind schwer; nennen Sie das tatsächliche Gewicht, damit das Fahrzeug nicht überladen wird.
- Kennzeichnung – „Zerbrechlich“ und „Oben“-Pfeile auf jeder Palette.
Woher wir Wein holen

Wir laden bei Weingütern, Genossenschaften und in Lagern von Händlern – in Frankreich etwa im Bordelais, in Burgund oder im Rhônetal, in Italien im Piemont, in Venetien und der Toskana, in Spanien in der Rioja und La Mancha, in Portugal im Douro-Tal und in Porto. Wein von mehreren Weingütern einer Region bündeln wir in einem Fahrzeug. Eine Komplettladung braucht aus Italien und Frankreich etwa 1–3 Tage, aus Spanien 2–4 Tage und aus Portugal 4–5 Tage; Sammelgut ist langsamer.
Zusammen mit Wein transportieren wir oft auch haltbare Lebensmittel – siehe Transport von Olivenöl, Käse und Schinken. Einen Richtpreis berechnen Sie im Preisrechner.