Obst- und Gemüsetransport aus Spanien im Kühlfahrzeug
Frisches Obst und Gemüse aus Spanien fährt im Kühlauflieger nach Tschechien, der die Temperatur für die jeweilige Ware auf der gesamten Strecke hält. Aus Almería, Murcia und Valencia braucht eine Komplettladung etwa 3–4 Tage. Wir stellen das Kühlfahrzeug über Vertragsfrachtführer, stimmen die Verladung im Packhaus ab und überwachen Temperatur und Entladetermin.
Woher in Spanien Obst und Gemüse kommen

Der größte Teil des spanischen Gemüses für Mitteleuropa stammt aus dem Südosten des Landes. Jede Region hat ein etwas anderes Sortiment und damit andere Temperaturanforderungen.
- Almería – riesige Gewächshausflächen: Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Auberginen und Melonen.
- Murcia – Salate, Brokkoli und weiteres Freilandgemüse, außerdem Zitronen.
- Valencia – Zitrusfrüchte, vor allem Orangen und Mandarinen.
Von Almería nach Prag sind es rund 2.500 km, von Valencia etwa 2.100 km. Geladen wird meist bei Packhäusern und Erzeugergenossenschaften mit eigenen Rampen und festen Zeitfenstern.
Welche Temperatur für welche Ware?
Die Temperatur legt der Absender oder Empfänger fest; sie steht im Transportauftrag und im CMR-Frachtbrief. In der Praxis übliche Richtwerte:
| Ware | Richtwert | Hinweis |
|---|---|---|
| Salate, Brokkoli, Blattgemüse | 0–2 °C | welkt schnell, braucht niedrige Temperatur |
| Orangen, Mandarinen | etwa 4–8 °C | je nach Sorte und Reife |
| Zitronen | etwa 10–13 °C | bei zu viel Kälte drohen Kälteschäden |
| Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Auberginen | etwa 8–12 °C | kälteempfindlich, darf nicht unterkühlt werden |
| Melonen | etwa 10–15 °C | geben Ethylen ab, nicht mit Blattgemüse laden |
Eine gemischte Ladung ist immer ein Kompromiss. Tomaten und Melonen geben Ethylen ab, das empfindlichere Ware schneller reifen und welken lässt. Wenn Sie mehrere Sorten zusammen versenden, sagen Sie es uns vorab – wir schlagen eine Aufteilung oder ein Mehrkammer-Kühlfahrzeug vor.
Warum die Geschwindigkeit entscheidet

Jeder Tag unterwegs verkürzt die Zeit, in der die Ware verkauft werden kann. Bei Frischware planen wir die Verladung deshalb so, dass das Fahrzeug direkt nach dem Beladen startet und nicht auf weitere Sendungen wartet. Auf Wunsch stellen wir ein Fahrzeug mit Doppelbesatzung, das nahezu ohne Pausen fahren kann; die Laufzeit wird kürzer, der Preis höher. Hilfreich ist, dass frische Lebensmittel in Deutschland vom Sonntagsfahrverbot für LKW ausgenommen sind.
Wann Saison ist
Die Hauptsaison für Gewächshausgemüse aus Almería und Zitrusfrüchte aus Valencia reicht vom Herbst bis zum Frühjahr, wenn Mitteleuropa kein eigenes Gemüse hat. In diesen Monaten sind Kühlfahrzeuge auf der Spanien-Strecke stark gefragt, daher empfehlen wir, rechtzeitig anzufragen – am besten einige Tage vor der Verladung. Im Sommer ist das Angebot an Frischgemüse aus Spanien kleiner, dann überwiegen Melonen.
So bereiten Sie die Sendung vor
- Ware vorkühlen – der Kühlauflieger hält die Temperatur, kühlt warme Ware aber nicht schnell herunter.
- Temperatur angeben – im Auftrag und im CMR, am besten mit der Vorgabe Dauerbetrieb der Kühlung.
- Paletten stabilisieren – Kantenschutz und Umreifung verhindern, dass Kartons beim Bremsen verrutschen.
- Luftzirkulation ermöglichen – Paletten nicht dicht an Wände und Decke stellen.
- Bei der Entladung prüfen – Vorbehalte im CMR vermerken und einen Ausdruck des Temperaturschreibers verlangen.
Und bei kleineren Mengen?
Für einzelne Paletten Frischware gibt es gekühltes Sammelgut, es ist aber seltener als normales Sammelgut. Es lohnt sich, wenn die Ware ein bis zwei Tage längere Laufzeit verträgt. Größere Mengen fahren als Teilladung oder kompletter Kühl-LKW. Für haltbare Lebensmittel wie Olivenöl oder Käse gibt es eine eigene Seite zum Lebensmitteltransport. Einen Richtpreis für das Kühlfahrzeug berechnen Sie im Preisrechner.